Wie können Menschen mit Demenz möglichst lange selbstbestimmt leben? Welche Unterstützung brauchen Angehörige? Welche Chancen bieten neue Medikamente und digitale Technologien? Und wie lässt sich unsere Gesellschaft demenzfreundlicher gestalten?

Antworten auf diese Fragen will der 13. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft geben. Unter dem Motto »Zusammen Zukunft gestalten« treffen sich am 15. und 16. Oktober 2026 in Magdeburg Menschen mit Demenz, An- und Zugehörige, Fachpersonen aus Medizin, Pflege, Therapie und Beratung sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik.

Ein Programm mit aktuellen Themen

Das vorläufige Programm greift zahlreiche Themen auf, die Betroffene und Fachpersonen derzeit beschäftigen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Frontotemporale Demenz (FTD). Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Frontotemporale Degeneration (DGFTD) widmet der Kongress dieser vergleichsweise seltenen Demenzform eine eigene Veranstaltung – ein wichtiges Signal für viele Betroffene, die sich in allgemeinen Demenzangeboten oft nicht ausreichend berücksichtigt fühlen.

Ein weiteres großes Thema sind neue Antikörpertherapien. Sie gelten als Hoffnungsträger in der Alzheimer-Behandlung und werfen zugleich viele Fragen auf: Wer profitiert davon? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Und welche Erwartungen sind realistisch? Der Kongress bietet Gelegenheit, diese Entwicklungen aus fachlicher Sicht einzuordnen.

Ebenso aktuell sind Vorträge über Frühdiagnostik, Demenz im jüngeren Alter, Delir-Prävention, Demenz und Trauer sowie neue Wohn- und Versorgungsformen. Auch digitale Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen spielen eine wichtige Rolle.

Angehörige und Betroffene im Mittelpunkt

Der Kongress richtet sich nicht nur an Fachpersonen. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind ausdrücklich eingeladen, ihre Erfahrungen einzubringen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

Bereits am ersten Kongresstag setzt der Beirat »Leben mit Demenz« mit dem Statement »Aufgeben ist keine Option« ein Zeichen für mehr Mitbestimmung. Anschließend spricht Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Büscher über die Herausforderungen pflegender Angehöriger und zeigt auf, welche Unterstützung sie heute benötigen.

Praxisnah und interaktiv

Neben Fachvorträgen erwarten die Teilnehmenden Workshops, Lesungen und Diskussionsforen. Themen sind unter anderem digitale Technologien, Tanztherapie, Clownerie in der Demenzbegleitung, Teilhabeleistungen und Früherkennung. Hinzu kommen Kulturangebote, eine Posterbegehung und ein gemeinsamer Begrüßungsabend, der Raum für persönliche Begegnungen bietet.

Gerade dieser Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen, Selbsthilfe und Fachwelt macht den Kongress seit vielen Jahren zu einer der wichtigsten deutschsprachigen Plattformen rund um das Thema Demenz.

13. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Motto: »Zusammen Zukunft gestalten«

Datum: 15. und 16. Oktober 2026

Ort: Messe Magdeburg

Zielgruppen: Menschen mit Demenz, An- und Zugehörige, ehrenamtlich Engagierte sowie Fachpersonen aus Medizin, Pflege, Therapie, Beratung, Wissenschaft und Politik.

Schwerpunkte

  • Frontotemporale Demenz
  • Neue Antikörpertherapien
  • Demenz im jüngeren Alter
  • Digitale Unterstützung
  • Neue Wohnformen
  • Demenz und Trauer
  • Workshops und Kulturprogramm

Frühbucherrabatt: bis 20. August 2026

Anmeldung und Programm: www.demenz-kongress.de

Informationen: www.deutsche-alzheimer.de