Mit 300 km/h braust der TGV Richtung Schweiz. Ich habe viel mehr Gepäck dabei als auf dem Hinweg. Nicht, dass ich in der kulinarischen Hauptstadt Frankreichs viele Delikatessen eingekauft hätte. Die Kalbshaxe und der Burgunder vom Vorabend liegen zwar noch auf. Es sind aber ganz andere Dinge, die für mehr Gewicht sorgen: Es sind Beziehungen, die ich von Lyon mit nach Hause nehme.

Da ist zum Beispiel Bill Yeates. Der Australier sorgte zum Auftakt des dreitägigen Kongresses für Gänsehaut. Er berichtete vom Loch, in das er 2019 nach der Diagnose Alzheimer gefallen war. Von schlaflosen Nächten mit vielen Tränen und noch mehr Alkohol. Es war vorwiegend sein Zwillingsbruder, der in dieser Zeit für ihn da war und in ihm neuen Lebensmut erweckte. Yeates zeigte, wie er sein Leben umgekrempelt und sich neu ausgerichtet hat. Nach einem persönlichen Gespräch vereinbarten wir, in Kontakt zu bleiben. Er hat vor, uns dabei zu unterstützen, neue Hilfsangebote für Menschen nach der Demenzdiagnose zu entwickeln.

