Alzheimer’s Disease International (ADI) hat den World Alzheimer Report 2026 veröffentlicht. Der internationale Dachverband vereint mehr als 100 Alzheimer- und Demenzorganisationen weltweit. demenzworld vertritt als Mitglied von ADI die Schweiz. Der diesjährige Bericht widmet sich klinischen Studien – und damit einer entscheidenden Frage: Wie muss Demenzforschung aussehen, damit sie den Menschen wirklich dient?
Kann ich weiterhin selbst einkaufen? Freunde treffen? Zu Hause leben? Kann ich meinen Alltag noch so gestalten, wie ich es möchte? Solche Fragen sind für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen oft wichtiger als ein Wert auf einer Testskala. Doch in klinischen Studien stehen sie nicht immer im Mittelpunkt.
ADI fordert deshalb einen breiteren Blick auf Demenzforschung. Studien sollen stärker untersuchen, was Menschen im Alltag tatsächlich hilft. Dazu gehören Selbstständigkeit, Lebensqualität und die Möglichkeit, möglichst lange am gewohnten Leben teilzuhaben. Vor allem aber sollen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mitbestimmen, welche Fragen die Forschung stellt.
Mit Menschen forschen
Menschen mit Demenz sollen nicht erst ins Spiel kommen, wenn eine Studie fertig geplant ist und Teilnehmende gesucht werden. Ihre Erfahrungen können schon vorher helfen: Welche Ziele sind wichtig? Welche Untersuchungen sind zumutbar? Was macht die Teilnahme unnötig schwierig? Und woran erkennt man, dass eine Maßnahme das Leben tatsächlich verbessert?